Herz-Geschichten

In vielen Kulturen dieser Welt und über viele Jahrhunderte hinweg hat das Herz eine herausragende Bedeutung in unserem Seelenleben: die Menschen sahen in ihm den Wohnsitz unserer Seele. Auch heute ist unser Herz das Zentrum unserer emotionalen Welt, in der wir Erlebtes und Erlebnisse zu begreifen suchen. Symbolisch ist das Herz auch die Quelle unserer Lebensenergie.

Als energetischer Mittelpunkt ist es auch Heimat von Gefühlen und Ängsten. Letztlich ist es auch unser höchstes Sinnesorgan, wenn wir „mit dem Herzen fühlen“ oder mit „offenen Herzen“ auf unsere Mitmenschen zugehen. Lasst mich in diesem Zusammenhang auch noch einen kurzen Blick auf die Liebe werfen, die als großes und wahres Gefühl direkt und unmittelbar mit dem Herzen in Verbindung steht. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, wusste schon Hermann Hesse, jedem Anfang einer Liebe wohnt ein tiefer Zauber inne – das Herz klopft in froher Erwartung und alles ist schön.

Herz-Schmerz
Das Leben lehrt uns, dass die Liebe unausweichlich mit einer Reihe weiterer, tief greifender Affekte verbunden ist: Liebe kann auch zu Enttäuschung oder Leid führen. Der geliebte Mensch kann uns  verlassen, entweder weil es sein freier Entschluss ist oder weil das Ende seines Lebens ihn von uns nimmt. In dieser Phase steigen auch eher unerwünschte Gefühle auf: erinnert euch, an das ängstlich klopfende Herz beim Gedanken  einen geliebten Menschen zu verlieren. Liebe und Angst sind die zwei Seiten der emotionalen Medaille, denn das Gegenteil von Liebe ist nicht, wie viele vermuten Hass sondern Angst.

Das gebrochene Herz ist der Zwilling des verliebten Herzens und zahllose wissenschaftlich-empirische Studien zeigen uns die erhöhte Morbidität und Mortalität nach dem Verlust eines geliebten Menschen. Eine der größten Studien wurde sogar nach diesem Phänomen genannt: die „Broken Heart Studies“. In der Medizin ist das Broken Heart Syndrom (deutsch „Gebrochenes-Herz-Krankheit“ oder auch „Stress-Kardiomyopathie“) eine Erkrankung, die erstmals in den 90er Jahren als eigene Krankheit beschrieben wurde. Dabei handelt es sich um eine seltene, spontan einsetzende und oft schwerwiegende Funktionsstörung des Herzmuskels. Bei fast allen Patientinnen und Patienten, trat die Herzkrankheit direkt nach einer außerordentlichen emotionalen Belastung auf, wie beispielsweise dem Verlust eines nahestehenden Menschen, dem Ende einer Beziehung bzw. daraus erfolgendem großen Liebeskummer, einem Unfall oder Überfall oder gar einer Naturkatastrophe wie einem schweren Erdbeben.

Schwerstarbeit für unser Herz
Das Herz schlägt im Lauf eines Lebens bis zu drei Milliarden Mal, mit etwa 100.000 Schlägen pro Tag und vielen tausend Litern Blut, die das Herz durch unseren Kreislauf pumpt, leistet es wirklich Beachtliches. Durch diese Vorgänge gelangen Sauerstoff und Nährstoffe in alle Körperbereiche, jede einzelne Zelle erfüllt dadurch ihre Funktion. Die Hauptaufgabe des Herzens ist der Bluttransport in alle Regionen des Körpers. Das Blut wird in der Lunge mit Sauerstoff angereichert und dann über die Hauptschlagader (Aorta) und viele weitere Arterien in alle Körperteile gepumpt. Die Schlagfrequenz des Herzens wird über feine Nervenleitungen geregelt und herzeigene Blutgefäße – die Herzkranzgefäße – versorgen das Herz selbst mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen. Wenn sich bei Arteriosklerose Kalk und andere Fremdstoffe in den Adern des Körpers ablagern, wird der Blutfluss gestört und Teile des Körpers nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt – es kommt zu einer Sauerstoffminderversorgung (Ischämie), die sich am Herzen als Angina pectoris bemerkbar macht und schließlich zum Gewebeuntergang (Infarkt) führen kann.
Das etwa faustgroße Herz besteht hauptsächlich aus Muskelgewebe, hat vier Herzkammern und vier Herzklappen. Die Innenschichten des linken Herzens sind beim Vorgang der Systole, die länger dauert als die Diastole, blutleer gepresst. Pro Herzschlag sind sie nur 0,2 Sekunden durchblutet. Bei jeder Systole wird das Blut aus den Arterien bis in die Koronararterien zurück gepresst. Das bedeutet, in einer Arterie fließt Blut rückwärts – ein absolutes Phänomen in der Natur!

Die rechte und linke Herzkammerwand setzt sich aus gleich vielen Muskelfasern zusammen, die sich jedoch – wie auch die Nervenzellen – nicht regenerieren können. Spannend ist auch die Tatsache, dass die rechte Kammerwand nur halb so dick ist wie die linke Schwester. Jede einzelne Faser der linken Kammerwand hat den doppelten Querschnitt der rechtsseitigen Kammermuskelfaser. In der linken Herzhälfte kommt das sauerstoffreiche Blut aus der Lunge an und wird mit starkem Druck in den Körper weitergepumpt – das Herz muss diesen Druck 60 bis 70 Mal pro Minute aufbauen. In der rechten Herzhälfte läuft das Blut aus allen Körperteilen ins Herz und dann weiter in die Lunge.
Die rechte Herzhälfte pumpt das verbrauchte Blut zur Abgabe von Kohlendioxid und zur Aufnahme von Sauerstoff in die Lunge. Das sauerstoffgesättigte Blut kommt dann in die linke Herzhälfte, wo es mit großem Druckaufwand in den großen Körperkreislauf getrieben wird. Diese Herzaktionen werden mit Hilfe von „Ventilen“, den Herzklappen geregelt. Ihre Grundtätigkeit wird von einem eigenständigen Erregungssystem gesteuert, das der Kontrolle des vegetativen Nervensystems (Sympathikus und Parasympathikus) unterliegt. Noch detaillierter werden die Abläufe, wenn wir einen Blick auf unseren Kreislauf werfen:

Ein ständiges Strömen
Zunächst einmal müsst ihr wissen, dass es nicht nur einen sondern zwei Arten von Blutkreisläufen gibt, die sozusagen hintereinander geschaltet sind. Der große Körperkreislauf beginnt mit der Entspannungs- und Erweiterungsphase des Herzmuskels, der Diastole. Die linke Herzkammer entspannt und weitet sich und kann so sauerstoffreiches Blut aus dem linken Vorhof aufnehmen. Gleichzeitig fließt im rechten Herzen das sauerstoffarme Blut aus dem rechten Vorhof in die rechte Herzkammer. In der Diastole fließt also Blut aus den beiden Vorhöfen in die beiden Herzkammern. Die Vorhöfe helfen, indem sie sich zusammenziehen und das Blut in die Kammern „drücken“. In der danach folgenden Anspannungs- und Auswurfphase, der Systole, pumpt die linke Herzkammer das Blut in die Hauptschlagader (Aorta) und die rechte Herzkammer das Blut in die Lungenarterie (Lungenschlagader). Die Herzkammern ziehen sich dabei kräftig zusammen, der Fachbegriff hierfür ist „Kontraktion“.

Verfolgen wir zunächst den Weg des sauerstoffreichen Blutes aus der linken Herzkammer: Von der Aorta gelangt das Blut in größere und kleinere Arterien, Arteriolen und Kapillaren, zu den einzelnen Körperzellen. Dort gibt das Blut Sauerstoff, Nährstoffe und andere wichtige Substanzen ab und nimmt Kohlendioxid (CO2) und „Abfallstoffe“ auf. Das nun sauerstoffarme Blut wird über Venolen, kleinere und größere Venen gesammelt und gelangt aus der oberen Körperhälfte über die obere, aus der unteren Körperhälfte über die untere Hohlvene in den rechten Vorhof. Von dort gelangt es in der oben beschriebenen Entspannungs- und Erweiterungsphase (Diastole) in die rechte Herzkammer. Nun kommt der kleine Lungenkreislauf: Die rechte Herzkammer pumpt das sauerstoffarme Blut in der Systole in die Lungenarterie (Arteria pulmonalis) – zur gleichen Zeit, wenn die linke Herzkammer das sauerstoffreiche Blut in die Aorta austreibt. Die Lungenarterie zweigt sich über kleinere Arterien und Arteriolen in Kapillaren auf, die die Lungenbläschen wie ein feines Netz überspannen. In den Lungenbläschen findet der Gasaustausch statt: Das Blut gibt Kohlendioxid ab und nimmt frischen Sauerstoff auf. Das sauerstoffreiche Blut fließt nun über die Lungenvenen in den linken Vorhof. Nun können die beiden Blutkreisläufe von neuem beginnen.

Gib Acht auf dich, mein Herz…
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind im letzten Jahrhundert die mit Abstand häufigste Todesursache in westlichen Ländern, auch wenn es häufig subjektiv anders empfunden wird. Für Frauen ist die Wahrscheinlichkeit achtmal höher an Herzproblemen zu sterben als an Brustkrebs.
Auszug aus der Pressemitteilung vom 12. Dezember 2013 / Statistisches Bundesamt (Deutschland): „Die häufigste Todesursache war wie schon in den Vorjahren eine Herz-/Kreislauf-Erkrankung. 40,2 % aller Sterbefälle (insgesamt 349 217) wurden im Jahr 2012 hierdurch verursacht. Vor allem bei älteren Menschen führten diese Erkrankungen zum Tod. 92 % der an einer Krankheit des Herz-Kreislaufsystems Verstorbenen waren 65 Jahre und älter. An einem Herzinfarkt, der zu dieser Krankheitsgruppe gehört, verstarben im Jahr 2012 insgesamt 55 425 Menschen. Davon waren 55,7 % Männer und 44,3 % Frauen.“

Hilfe und Unterstützung des Herzens: Sieh, das Gute liegt so nah!
Besonders hilfreich in diesem Zusammenhang ist die Unterstützung der Herzgesundheit mit Omega 3 Fettsäuren. Die Omega-3-Fettsäuren sind eine Untergruppe innerhalb der Omega-n-Fettsäuren, die zu den ungesättigten Verbindungen zählen. Sie sind essenzielle Stoffe für die menschliche Ernährung, sind also lebensnotwendig und können vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Wenn wir unseren Körper über die Nahrung mit einer grundlegenden Menge an Fett versorgen, kann er – mit Ausnahme von Linolsäure und Linolensäure – all die verschiedenen notwendigen Fettsäuren selbst synthetisieren. Diese mehrfach ungesättigten Fette müssen als fertig vorgeformte Moleküle aus der Nahrung stammen und werden daher „essentielle Fettsäuren“ genannt. Linol- und Linolensäure werden zum Aufbau und Unterhalt der Zellwände gebraucht. Wenn die Zellen älter werden, verlieren ihre Wände Geschmeidigkeit und werden dadurch starrer und die Funktion der Zelle wird behindert. Zellen, die durch Fette aus Linol- und Linolensäure entstanden sind, sind elastischer.

Eine regelmäßige und reichhaltige Zufuhr an Linol- und Linolensäure aus der Nahrung ist äußerst wichtig. Wenn diese essentiellen Fette in der Nahrung fehlen, aber eine große Menge an gesättigten Fetten aus tierischen Lebensmitteln vorhanden ist, werden die gesättigten Fette anstelle von Linol- und Linolensäure in den Zellwänden eingelagert, wodurch die Wände wiederum an Geschmeidigkeit, Reaktionsbereitschaft und Funktion verlieren. Linol- und Linolensäure können zu Eicosanoiden umgeformt werden. Eicosanoide sind hormonähnliche Substanzen, die vom Gewebe im gesamten Körper synthetisiert werden und ein weites Spektrum an Funktionen haben. Neben ihrer Fähigkeit, alle Zellfunktionen zu regeln und Entzündungen und Autoimmun-Erkrankungen zu vermindern, sind sie lebenswichtig für:
  Zellwachstum und Zellregeneration.
  die Regulierung der Blutfette, des Cholesterins und des Blutdrucks.
die Verhinderung der Verklumpung der Blutplättchen.
die Erhaltung einer gesunden Haut.
die Erhaltung von geistigen Funktionen.

Vitamin D3 für entspannte Blutgefäße
Wie bereits beschrieben, läuft die Blutversorgung der Organe läuft über die verschiedenen Blutgefäße, Arterien und Kapillaren. Eine Studie von Uwe Gröber (1998) war richtungsweisend hinsichtlich derjenigen Zellen, die für ein gesundes Herz-Kreislauf-System unerlässlich sind, insbesondere die Blutgefäße. Blutgefäße wie Arterien und Venen könnte man als röhrenförmige Kanäle beschreiben, mithilfe derer das Blut durch den Körper fließt. Bluthochdruck tritt auf, wenn die Gefäße zu steif oder zu eng werden, wodurch automatisch der Innendruck steigt. Es bietet sich der Vergleich zwischen einem unbiegsamen alten Gartenschlauch im Gegensatz zu einem schönen neuen elastischen Schlauch an! Auf die Blutgefäße wirkt Vitamin D, indem es sie entspannt und elastischer macht, sodass das Blut ruhiger hindurchfließen kann und weniger Druck auf die Wände ausgeübt wird.

Gesundheit – wertvolles Gut
Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert Gesundheit als einen Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur des Fehlens von Krankheit oder Gebrechen. La Vie und ich werden nicht müde, darauf hinzuweisen, dass eine vernünftige Lebensführung und gesunde Ernährung in Verbindung mit einer ausreichenden Zufuhr an Mikronährstoffen die wichtigste Voraussetzung für den Erhalt guter Gesundheit und Wohlbefinden bis ins hohe Alter ist. Und für die energetische Ebene gilt: lassen wir die Sonne in unser Herz, öffnen wir es weit, denn auf der Seelen-Ebene gilt es, Herzensangelegenheiten einen weiten Raum zu geben und ihnen zu folgen. Und alles wird gut!

 

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