All about Superfood / Teil II

Heimisches Superfood:
Unsere heimatlichen Gefilde bieten eine Fülle von wunderbar wertvollen Obst- und Gemüsesorten und herrlichen Kräutern, die unserem Körper und unserer Gesundheit gut tun. Ich hatte wirklich die Qual der Wahl, eine repräsentative Auswahl zu treffen, die ich euch nun gerne vorstellen darf.

Die Artischocke – schmackhafte Verwandte der Distel
Die Artischocke galt schon im antiken Rom als sehr gesund und bekömmlich. Bereits damals kannte man den verdauungsfördernden Effekt. Sie regt den Appetit an, wirkt blutreinigend, entgiftend und harntreibend. Außerdem enthält sie einen hohen Anteil an Cynarin, einer (erst 1954 entdeckten) Substanz, welche die Galle und die Leber unterstützt und den Cholesterinspiegel senkt. Da verwundert es nicht, dass die Artischocke 2003 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt wurde. Zusätzlich ist die Artischocke auch noch reich an Kalium und Magnesium und enthält viel Folsäure,  Vitamin C sowie Kupfer, Eisen, Phosphor, Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B6, Zink, Vitamin B5 (Pantothensäure) und Kalzium.

Paradeiser –  sommerfrische Verführung im roten Mäntelchen
Hauptbestandteil der Paradeiser (oder Tomaten) ist Wasser (etwa 95 %), außerdem enthält sie die Vitamine A, B1, B2, B3, C und  Vitamin E,  sekundäre Pflanzenstoffe sowie Mineralstoffe (Kalium) und Spurenelemente. Der rote Farbstoff ist Lycopin, ein Carotinoid, das die Abwehr stärken soll, da es antioxidativ wirkt und das Risiko bestimmter Krebserkrankungen senken soll. Im Sommer sind sie einfach herrlich erfrischend und auch ein optisch hübscher Farbtupfer bei vielen Gerichten.

ChicoreeChicorée – zartgrün & zartbitter
In 100 g Chicorée sind mehr als 10 mg Vitamin C enthalten. Er enthält Vitamine der B-Gruppe und ist reich an Provitamin A und Folsäure. Außerdem enthält er  Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen und Phosphor: Wichtige Mineralstoffe, die für die Blutbildung verantwortlich sind und den Muskel- und Knochenaufbau unterstützen. Viele Naturheilkundler glauben, dass ein Großteil der heutigen Zivilisationskrankheiten, wie z.B. Allergien oder so genannte altersbedingte Krankheiten, durch den völligen Mangel an Bitterstoffen im Essen bedingt sind. Und sie sagen, dass vor allem jene Menschen, die eine besonders große Abneigung gegen bitteres Essen haben, diese Bitterstoffe besonders benötigten. Die Bitterstoffe regen die Magensäfte und den Gallenfluss an, helfen den Säure-Base-Haushalt im Körper zu regulieren und senken den Blutzuckerspiegel. Die Entgiftungsfunktion der Leber und die Verdauung werden angekurbelt und sie sorgen dafür, dass Nährstoffe, die für den Körper wichtig sind, gut aufgenommen und verwertet werden können.

Linsen & Kichererbsen – kleine Winzlinge mit viel Potential
In einer gesunden Ernährung dürfen Linsen nicht fehlen. Sie liefern Vitamine, Ballaststoffe und darüber hinaus pflanzliches Eiweiß, um den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Linsen sind nicht nur gesund, weil sie „gutes“ und viel Eiweiß enthalten. Sie sind auch fettarm und pro 100 Gramm steckt in ihnen nur ein Gramm Fett. Linsen sollten mit Fleisch-, Milch- oder Eiprodukten ergänzt werden, so kann der Körper die Stoffe optimal verwerten. Ein großes Plus ist der Ballaststoffgehalt, der verglichen mit anderem Gemüse sehr hoch ist. Linsen enthalten rund 17 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm. Das sind zwei Drittel des Tagesbedarfs. Außerdem enthalten die gesunden Winzlinge viele Mineralstoffe – vor allem Eisen, Kalium und Magnesium und Vitamine der B-Gruppe. Linsen haben wenig Kalorien und Fett, sättigen aber lang anhaltend und eignen sich daher sehr gut für eine Diät zum Abnehmen oder zum Fasten. Insbesondere Vegetarier sollten aufgrund des hohen Eiweißgehalts nicht auf Linsen verzichten. Bei getrockneten Linsen liegt der Eiweißanteil zwischen 20 und 35 Prozent. Diese Werte erreichen sonst nur tierische Lebensmittel. Doch Vorsicht: Menschen, die an Gicht leiden oder erhöhte Harnsäurewerte haben, sollten Linsen eher meiden beziehungsweise nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Ernährungsberater essen.

Kichererbsen stammen wahrscheinlich aus dem vorderen Orient, wurden zur Zeit der Pharaonen aber auch in Ägypten angebaut. Kichererbsen werden aber auch in Südeuropa, insbesondere in Spanien, angebaut. In Kichererbsen stecken Eiweiß, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, viel Lysin, die Vitamine B1 und B6 und Folsäure. Zudem ist der Mineralien- und Proteingehalt sehr hoch. Die Mineralstoffe Eisen, Magnesium und Zink sind reichlich enthalten. 100 Gramm Kichererbsen haben 275 Kalorien beziehungsweise 1151,37 Kilojoule.
Da der Mineralien- und Proteingehalt von Kichererbsen so hoch ist, kann durch den Verzehr von Kichererbsen das Risiko von Krebs- und Herzerkrankungen verringert werden. Zudem sind einige Substanzen in Kichererbsen enthalten, die die vorzeitige Hautalterung verzögern können.

Die Zwiebel – kein Grund zu weinen!
Die Zwiebel ist sicherlich eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Sie wird schon seit mehr als 5000 Jahren angebaut und dient genauso lange als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze. Bei den alten Ägyptern wurde sie nicht nur den Göttern geweiht, sie wurde auch als Zahlungsmittel eingesetzt. Bei den Römern zählten Zwiebeln zu den Grundnahrungsmitteln. Die in der Zwiebel enthaltenen ätherischen Öle haben eine schleimhautreizende Wirkung. So unangenehm das Tränen der Augen beim Schneiden von Zwiebeln auch erscheinen mag, so wichtig ist diese Eigenschaft für die Heilwirkung der Zwiebel. Sie wirkt antibakteriell, schleimlösend und entzündungshemmend. Die beste Wirkungskraft besitzt die Zwiebel roh und frisch aufgeschnitten. Die Zwiebel wirkt antibakteriell, antimikrobiell, auswurffördernd, blutbildend, blutzuckersenkend, entzündungshemmend, harntreibend, herzstärkend, krampflösend, magenanregend, schleimlösend und tonisierend. Außerdem wirkt sie vorbeugend gegen altersbedingte Gefäßkrankheiten und Tumorleiden sowie Osteoporose.

Blattspinat – Powerfood in grünem Gewand
Ein echtes Allroundtalent ist der Spinat nicht nur in verschiedensten Gerichten, auch sein Innenleben besticht durch Vielseitigkeit. Zwar enthält er nicht die legendären 35 mg Eisen sondern nur 3,5 mg pro 100g frischem Gemüse, aber das ist schon weit mehr als viele andere Gemüsesorten haben! Zum Beispiel hat Fenchel 2,7 mg und Feldsalat nur 2,0 mg pro 100g. In der Volksheilkunde wird der Spinat eingesetzt als Mittel gegen Blähungen, zum Senken von Fieber, sowie bei Entzündungen der Lunge und des Darms. Frischer Spinat sollte sofort verarbeitet werden, da ansonsten sehr rasch die empfindliche Vitamine C und A verloren gehen. Verborgen unter dem dunkelgrünen Chlorophyll des Blattspinats steckt ein Antioxidanz namens Lutein, ein gelb-oranges Carotinoid (0,12 mg/ g frischer Spinat). Dieser sekundäre Pflanzenstoff spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung und Abmilderung der altersbedingten Augenkrankheit Makula-Degeneration. Spinat enthält, wie auch andere Gemüsesorten, Glutathion (12 mg/100 g), ein wichtiges Antioxidans, das unter anderem die Entgiftungsprozesse im Körper unterstützt. Spinat wird darum eine natürlich entgiftende Wirkung nachgesagt und soll so auch Leber und Immunsystem stärken.

WeintraubenWeintrauben – lukullischer Genuss!
Erst kürzlich fanden Wissenschaftler heraus, dass Trauben den pH-Wert von Blut und Urin heben, also basischer machen können. In einem basischen Milieu können jedoch saure Stoffwechselschlacken wie z. B. die für Gichtanfälle verantwortlichen Harnsäurekristalle aufgelöst und leichter ausgeschieden werden. Im Traubenkernextrakt steckt OPC und damit ein großes Potential, die Gesundheit nachhaltig zu unterstützen. OPC ist ein antioxidativ wirksamer sekundärer Pflanzenstoff und gleichzeitig Spezialist für ganz bestimmte Körperbereiche. OPC wirkt insbesondere auf die Haut, die Augen, das Immunsystem und sogar auf den Hormonhaushalt. Besonders hervorzuheben ist seine Wirkung auf den Harnsäurespiegel: In einer chinesischen Studie aus dem Jahr 2004 sowie in einer indonesischen Untersuchung aus dem Jahr 2010 stellte man fest, dass OPC den Harnsäurespiegel innerhalb von drei Tagen normalisieren konnte, zumindest bei gichtkranken Mäusen und Hühnern. Besonders bemerkenswert war hier, dass jene Mäuse, deren Harnsäurespiegel mit einem üblichen Gicht-Medikament  gesenkt wurde, Nebenwirkungen zeigten, während es den OPC-Mäusen rundherum prima ging. Aufgrund der Sortenvielfalt variiert die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. Auch der Reifegrad der Traube hat Einfluss auf z.B. den Zuckergehalt. Trauben enthalten nennenswerte Mengen der Vitamine B1, B6, Niacin. Auch die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Eisen machen die Traube zu einem gesunden Genuss. Die Farbstoffe, z.B. das Flavonoid Anthocyan, sowie die Phenolsäuren zählen zu den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und können verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen haben. Rote Trauben haben einen höheren Flavonoidgehalt als hellere Sorten. Die bei der Weinproduktion anfallenden Kerne werden zu Traubenkern-Öl verarbeitet: Es enthält viele wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die einen positiven Effekt auf die Zusammensetzung der Blutfette haben. Sie können beim Abnehmen helfen, denn sie fördern das Entschlacken des menschlichen Körpers und sie fördern auch das Entwässern. Damit werden Materialien, die nicht gebraucht werden, leichter abtransportiert und reduzieren die Belastung des Organismus.

Himbeeren – die zarteste Versuchung unter den Beeren
Die wunderbar duftende Himbeere gehört zur Gattung der Rosengewächse und ist reich an Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen.
Die Himbeere wirkt entzündungshemmend, blutreinigend, beruhigend, adstringierend, fiebersenkend, harn- und schweißtreibend und hat einen besonders positiven Einfluss auf frauenspezifische Leiden (Himbeerblättertee). Die Beere wird gerne bei einem geschwächten Immunsystem, Zahnfleischentzündungen, Rheuma, Halsentzündungen, Beschwerden des Verdauungssystems wie beispielsweise Durchfall, Blähungen, zur Regulierung des weiblichen Zyklus und Erleichterung der Geburt eingesetzt.

Neben Provitamin A und Vitamin B enthalten Himbeeren jede Menge Vitamin C, schon 150 Gramm enthalten ein Drittel des benötigten Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Der Gehalt an Eisen in Himbeeren gilt als bemerkenswert, deshalb wirkt die rote Frucht blutreinigend und blutbildend – und zusammen mit Vitamin C kann der Körper das Eisen besonders gut verwerten.

Heidelbeeren – herrliche Früchtchen
Heidelbeeren sind tatsächlich kleine Superhelden, da sie den Kampf gegen Krebs und vorzeitige Alterung unterstützen und unser Immunsystem sowie unsere Haut unterstützen. Blau, prall und saftig strahlen uns Heidelbeeren im Sommer an. Die kleinen Vitaminbomben sind gesund und herrlich süß – bei nur wenigen Kalorien. Ihre tiefblaue Farbe verdanken sie übrigens den Anthocyanen, die zu den sekundäre Pflanzenstoffen gehören und starke Antioxidantien sind. Diese fangen freie Radikale in unserem Körper ab und neutralisieren sie. Frei Radikale entstehen durch biochemische Prozesse, die zum Beispiel durch Stress oder Umweltgifte ausgelöst werden und unsere Zellen schädigen. Dies führt zu vorzeitiger Alterung und kann Krebs auslösen. Anthocyane schützen uns somit vor frühen Falten und helfen bei der Krebsprävention. Dabei gilt: Je dunkler die Farbe, desto besser! Die in den Heidelbeeren enthaltenen Vitamine C, E, K, sowie Vitamine aus dem B-Komplex, Magnesium und Eisen stärken unser Immunsystem gegenüber Infektionen bzw. Erkältungen und helfen uns den Stress im Alltag besser zu bewältigen. Besonders interessant für Frauen ist die Tatsache, dass Heidelbeeren nicht nur in die Gruppe der Super-, sondern der Beauty-Food gehören! Sie sorgen für schöne Haut dank Vitamin C und E. Heidelbeeren sind auch gut für unsere Verdauung: Der Ballaststoff Pektin ist ein wahrer Freund für unseren Magen-Darm-Trakt und die enthaltenen Gerbstoffe wirken mild gegen Durchfall. Letztere stecken vor allem auch in den Blättern. Gerbstoffe sind entzündungshemmend, adstringierend und keimtötend. Ein Sud aus Heidelbeerblättern wird in der Volksheilkunde nicht nur bei Magen-Darm-Problemen, sondern auch bei Entzündungen im Rachenraum wie Zahnfleischentzündung eingesetzt.

Rhabarber: zart-säuerliche Versuchung
Das grün-rote Stängelgemüse ist vitamin- und mineralstoffreich und zudem außerordentlich kalorienarm. Rhabarber ist reich an Kalium und enthält Vitamin C, Kalzium und Folsäure. Kalium spielt eine wichtige Rolle im Elektrolythaushalt des Körpers und besitzt eine blutdrucksenkende Wirkung. Vitamin C erfüllt im Körper zahlreiche Aufgaben als Antioxidans, ist an Entgiftungsreaktionen und als Co-Faktor bei der Herstellung von Kollagen und verschiedenen Hormonen beteiligt. Kalzium ist wichtig für den Knochenaufbau, für die Blutgerinnung sowie für die Aktivierung einiger Enzyme und Hormone. Folsäure ist an der Bildung von roten und weißen Blutkörperchen beteiligt und wirkt als Co-Enzym bei der DNS-Synthese, also bei der Entstehung von Erbinformationen.

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm, Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um : die Hagebutte
Hagebutten sind die Früchte der feinen weißen Wildrose. Diese wächst bis zu 10 Meter hoch und trägt viele weiße und stark duftende Blüten. Im Hochsommer blühen die zarten Rosenblätter in voller Pracht, und sobald alle Rosenblätter abgefallen sind, reift die leuchtend rote Hagebutte heran. Diese besteht aus einem eingeschlossenen vergrößerten, fleischigen, meist roten Blumenbecher und hat die Größe und Form einer Kirsche. Hagebutten sind sehr reich an Vitamin C, helfen gegen Arthrose, Erkältungen und straffen die Haut auf eine natürliche Weise. Hagebutten sind die Früchte der Rosenbüsche und enthalten 60-mal mehr Vitamin C als eine Orange. In der Volksmedizin werden Hagebutten wegen ihrer schmerzlindernden, hautstraffenden und immun steigernden Wirkung sehr geschätzt. Sie verringern die Steifigkeit der Gelenke, helfen gegen Magenkrämpfe und Diabetes. Hagebutten können getrocknet als Tee genossen, die Samen zum Öl gepresst oder die gesamte Frucht zu Konfitüren, Gelees und Sirups verarbeitet werden. Hagebutten haben einen süß-würzigen Geschmack und sind eine beliebte Zutat zahlreicher Gerichte und Desserts.

Walnüsse – Power für’s Hirn
Walnüsse sind wegen ihres hohen Fettgehalts von 65 Prozent zwar kleine Kalorienbömbchen, aber dennoch sehr gesund. Zwei Drittel der enthaltenen Fettsäuren sind mehrfach ungesättigt. Da der Körper diese nicht selbst bilden kann, sie jedoch unter anderem für die Entwicklung des Gehirns und der Nervenzellen braucht – müssen sie mit der Nahrung zugeführt werden. So enthalten 100 Gramm Walnusskerne zum Beispiel 7,5 Gramm der wichtigen alpha-Linolensäure. Dazu sind die Nusskerne reich an Zink (ein wichtiges Spurenelement unter anderem für Leber und Haare) und Kalium (fürs Herz), außerdem enthält sie Magnesium, Phosphor, Eisen, Kalzium und die Vitamine A, B1, B2, B3, C, E und Pantothensäure. Nüsse lassen sich leicht in die tägliche Nahrung einbauen, etwa ins Müsli, in Joghurt oder als Nuss-Brot. Allerdings werden sie wegen ihres hohen Fettgehalts auch schnell ranzig. Die Liste der in der Walnuss enthaltenen Inhaltsstoffe liest sich wahrhaft „Superfood-gerecht“: Ascorbinsäure, ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe (Gerbsäure, Tannine), Juglon (= natürlicher Farbstoff mit blutstillender Wirkung), Kohlenhydrate, Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor, Schwefel, Zink,), Omega-3-Fettsäuren, Pantothensäure (Vitamin B5), Phenolkarbonsäure, Proteine, Tocopherole (eine Gruppe von vier verschiedenen Vitamin-E-Formen), die Vitamine A, B1, B2, B3 und C. Die Walnuss wirkt adstringierend, anregend, antiseptisch, appetitanregend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend und schmerzstillend.

cMaroni – die kleinen braunen Herbst-Schätzchen
Die Esskastanien gehört zu den Nüssen. Sie können nicht roh gegessen werden, sondern müssen gekocht, gedünstet oder gebraten werden. Nur so kann die Stärke aufgeschlossen werden, damit die Früchte auch verdaulich sind. Maronen sind voller wertvoller Inhaltsstoffe. Sie enthalten: Hochwertiges Eiweiß, wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalium, Calcium, Phosphor, Schwefel, Eisen, Magnesium, Kupfer, Mangan), Vitamin E, C und alle B-Vitamine sowie das Provitamin A. Die Edelkastanie bringt also aufgrund ihrer Inhaltsstoffe einiges für unsere Gesundheit. Aufgrund des Vitamin B und des Phosphor helfen Sie bei geistiger und körperlicher Erschöpfung und stärken so die Nerven. Außerdem bringen sie Entspannung durch die Aminosäure Tryptophan. Aufgrund ihrer leichten Verdaulichkeit liegen sie auch nicht schwer im Magen und können auch den Säure-Überschuss im Körper abbauen, denn sie sind reich an basischen Mikronährstoffen. Daher sollten auch Rheuma-Kranke regelmäßig Maronen essen. Die Kombination von Calcium und Phosphor ist besonders für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen wertvoll, da Knochen und Zähne gestärkt werden. Auch bei Krampfadern und Venenproblemen kann das in der Maroni enthaltene Bioflavonoid Rutin Erleichterung bringen. Da Edelkastanien kein Gluten enthalten, sind sie auch für Menschen geeignet, die an einer Gluten-Unverträglichkeit leiden und sonst auf Getreideprodukte verzichten müssen.

KRÄUTER

growing cressKresse – so zart und so gesund!
Der Hauptwirkstoff ist ein Senföl-Glykosid, der wissenschaftliche Name dafür lautet „Gluconasturtiin“ und hat vor allem antibiotische Wirkungen. Außerdem ist das frische Kraut reich an Vitamin C und Provitamin A, Vitamin B 1 und B 6 und enthält außerdem Eisen, Jod, Chrom und Phosphor. Darüber hinaus bietet sie die Mineralstoffe Magnesium, Kalzium und Kalium. Die Vitamine stärken das Abwehrsystem und Kalium hat eine leicht harntreibende Wirkung. Die Brunnenkresse wird nur frisch für Salate oder Säfte vor allem im Frühjahr zur Aktivierung und Steigerung der Abwehrkräfte verwendet, getrocknet verliert sie ihre Heilkraft.

Salbei – das „Allheil-Kräutlein“ der Römer
Nur der Echte Salbei (Salvia officinalis), auch Garten-, Küchen- oder Heilsalbei genannt, findet als Heil- und Gewürzpflanze Eingang in unsere heimische Küche und Pflanzenapotheke. Der lateinische Name (salvare = heilen; salvus = gesund sein) weist auf die schon seit der Antike bekannte medizinische Wirkung dieses Krautes hin. Die Römer brachten den Salbei über die Alpen nach Europa, wo er sich in der Folgezeit in den Kloster- und Bauerngärten wegen seiner vielseitigen Heilwirkungen großer Beliebtheit erfreute. Die Wirkung von Salbei soll antibakteriell, krampflösend, schmerzstillend, magenstärkend, entzündungshemmend, wundschließend, menstruationsregulierend und blutreinigend sein. Salbei kann auch ein gutes Mittel gegen Husten, Schwitzen, Appetitlosigkeit sowie Magen- und Darmerkrankungen sein. Salbei-Dampfbäder helfen außerdem bei fettiger und unreiner Haut, weshalb Salbei auch ein beliebtes Mittel zur Pflege der Haut ist. Salbeitee wirkt vorbeugend bei Infektionsgefahren wie beispielsweise einer Grippewelle, er unterstützt die Behandlung der Zuckerkrankheit und wird als Gurgelmittel bei Entzündungen im Mund und Rachenraum angewandt. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist die Wirkung von Salbeitee umstritten. Zum Gurgeln bei Erkältungen kann der Tee bedenkenlos verwendet werden. Stillende Mütter sollten aber darauf achten, dass Salbei eine milchhemmende Wirkung hat.

Thymian – herrlich zum Würzen, heilsam für die Atemwege!
Der würzig riechende Thymian fand schon im alten Griechenland als anregendes Räuchermittel Verwendung. Hierauf geht auch sein Name zurück: Seinen Ursprung findet der Begriff Thymian im Griechischen thýmon, was so viel wie „ein Rauch- oder Brandopfer bringen“ bedeutet. Andere Quellen behaupten, der  Begriff „Thymus“ kommt aus dem griechischen Wort thymos  = Lebenskraft und symbolisiert somit Stärke und Kraft.  Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze im Bereich Husten und Desinfektion. Die ausdauernde Pflanze wächst Jahr für Jahr tapfer im Kräutergarten und duftet würzig vor sich hin. Im Sommer lässt er kleine zartrosa Blüten sprießen. Bis in den Winter hinein kann man frische Blätter ernten. Die kleinen Blätter lassen sich ziemlich leicht vom holzigen Stängel rebeln und als Küchengewürz oder Tee verwenden. Provençalische Kochrezepte kann man sich ohne Thymian kaum vorstellen. Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Seine größte Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane. Die heilende Wirkung auf Lunge und Bronchien wurde erst im Mittelalter bekannt. Bereits Hildegard von Bingen pries Thymian besonders bei Atemnot, Asthma und Keuchhusten.

Basilikum  –  wunderbar vielfältiges Kräutlein!
Basilikum gilt als Heilpflanze, wirkt antibakteriell und kann auch vor anderen Krankheitserregern schützen, sogar vor solchen, die bereits gegen Antibiotika resistent sind. Basilikum kann auch Schäden, die durch freie Radikale entstehen, vorbeugen. Arthritis oder nicht, grundsätzlich sollte jeder mehr frisches, biologisch angebautes Basilikum zu sich nehmen, um von den positiven Eigenschaften dieses Heilkrauts zu profitieren. Auf diese Weise kann dann vielleicht auf die Einnahme der chemischen Medikamente ganz verzichtet werden.  Basilikum  stärkt nicht nur die Verdauungsorgane, sondern beruhigt auch die Nerven, lindert Migräne und leistet gute Dienste in der Frauenheilkunde.

Petersilie für die gute Laune
Die Petersilie enthält Vitalstoffe, deren Wirkung zum Teil gar nicht so bekannt ist. Beispielsweise deckt ein Esslöffel Petersilie den Tagesbedarf am Spurenelement Mangan, das unter anderem auch Einfluss auf die Stimmung hat und für gute Laune sorgen soll.
Petersilie erhöht die Abwehrkräfte bei Erkältungen und stärkt das Immunsystem: Der Anteil an Vitamin C bei der Petersilie sehr groß, ein Bund Petersilie enthält mehr Vitamin C als ein halbes Kilo Orangen. Ebenso sollten Frauen mit Osteoporose-Problemen auf Petersilie zurückgreifen. Denn das darin enthaltene Mangan hilft, dass das Calcium schneller und besser in den Knochen abgelagert werden kann.

Die “magic five“ der Wildkräuter:
Löwenzahn: Überall zu finden und leicht zu erkennen. Enthält eine Fülle an Bitterstoffen die für den Stoffwechsel und das Verdauungsfeuer unentbehrlich sind.
Giersch: Wegen seiner Wirkung auf die Gelenke wird die Pflanze auch Gichtkraut genannt. Um Gelenkschmerzen loszuwerden empfahl Pfarrer Kneipp den Verzehr von Giersch anstelle von Brot. Damals sprach man von der „Brotgicht“ – Gelenkschmerzen die durch den hohen Gluten-Gehalt des Brots ausgelöst wurde.
Brennnessel: Die Königin der Wildkräuter mit einer gigantischen Fülle an Nährstoffe. Die Samen enthalten sehr wertvolle Öle und können in August/September für den Winter gesammelt und getrocknet werden.
Spitzwegerich: Sehr eiweißhaltig, enthalten Wirkstoffe die für die Schleimhäute besonders wirksam sind. Wirkt positiv auf Lungenleiden und Husten.
Gänseblümchen: Blühen sogar im Winter, Blüten und Blätter sind ein echter Genuss in jedem Salat.

 

 

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