Länge: 800 cm / Fläche: 500 qm – unser Darm, ein Mirakel

Endlich Sommer! Ringsum grünt und blüht es, die Natur erstrahlt in ihrer vollen Pracht und der Urlaub wird sehnsüchtig erwartet. Jedes Jahr von neuem versetzen die Sommermonate die Menschen auch in einen körperlichen Ausnahmezustand. Zwar werden mit der steigenden Lichtintensität vermehrt Serotonin und Dopamin ausgeschüttet, die vermeintlichen Schmetterlinge im Bauch könnten jedoch eine völlig andere Ursache haben.

Es könnte zum Beispiel auch sein, dass unser Darm versucht, unsere Aufmerksamkeit zu erlangen. Wenn aus den flügelzarten Bewegungen ein unwirsches Grummeln wird, ist der Zeitpunkt gekommen, den Fokus auf die Gesundheit des Darms und damit in Zusammenhang auch auf den Stoffwechsel zu richten.

Darmzotten

Darmzotten

Der Darm ist beim erwachsenen Menschen ca. acht Meter lang und besitzt wegen der feinen Darmzotten eine Oberfläche von etwa 400 bis 500 m². Diese Darmzotten dienen als  Aufnahmefläche für alle Nährstoffe, die von hier aus ins Blut gelangen.

Mit seiner Vielzahl an Nervenzellen könnte er fast als unser „zweites Gehirn“ bezeichnet werden. In ihm befindet sich ein Großteil unseres Immunsystems. Neben der Verdauung, der Regulation des Wasserhaushaltes, der Ausbildung eines Großteils der Abwehrzellen des Immunsystems und der Produktion von Hormonen und Botenstoffen, sorgt er bekanntermaßen für den Abtransport von Stoffwechselschlacken.

Im Mutterleib ist der menschliche Magen-Darm-Trakt noch vollständig steril – mit der Geburt allerdings beginnt seine Besiedelung mit Mikroorganismen. Nach und nach etabliert sich in weiterer Folge die Darmflora, ein komplexes Ökosystem mit einer Vielzahl von „Bewohnern“. So finden sich im Dickdarm mehr als 400 verschiedene Bakterienarten, die sowohl im Darminneren (Lumen) als auch in der Darmwand leben. Insgesamt beherbergt der Darm eines gesunden Erwachsenen etwa 1,5 Kilogramm Bakterien.

 

Flora oder Fauna?
Als die Medizin vor geraumer Zeit erstmals Mikroorganismen im Darm entdeckte, hielt man dies für eine Erkrankung und gab ihr den Namen „intestinale Toxikämie“ – was so viel bedeutet wie „Vergiftung der Eingeweide“. Schließlich waren Bakterien als Krankheitserreger bekannt und gefürchtet. Mit speziellen Darmreinigungen oder gar mittels chirurgischer Entfernung des Dickdarms versuchten manche Ärzte, den „gefährlichen Eingeweidebewohnern“ Herr zu werden.
Genau genommen ist der Begriff „Flora“ allerdings unrichtig, beruht er doch auf der längst überholten Ansicht, dass die mikroskopisch kleinen Lebewesen dem Pflanzenreich zuzurechnen sind. Größtenteils handelt es sich bei diesen Kleinstlebewesen um Bakterien, aber auch Einzeller und Pilze lassen sich nachweisen – man könnte aus diesem Grund auch von „Fauna“ sprechen. Spaß beiseite – richtigerweise müsste man vielmehr von einer „Mikroorganismen-Gemeinschaft“ sprechen.
Diese Mikroorganismen haben in der Darmflora noch weitere wichtige Funktionen:
Sie verhindern, dass Krankheitserreger sich im Darm ausbreiten können und
Infektionen hervorrufen.
Sie wirken im positiven Sinne regulierend auf unser Immunsystem.
Sie bilden das für die Blutgerinnung wichtige Vitamin K.
Sie tragen zur Energieversorgung der Zellen der Darmschleimhaut bei.
Sie regen die Darmperistaltik an, das heißt, sie fördern die Kontraktionen, die den
Nahrungsbrei Richtung Enddarm befördern.
Sie schützen vor Schadstoffen.

Wodurch kann es zu Veränderungen der Darmflora kommen?
Die Darmflora ist also ein komplexes Ökosystem, in dem eine Vielzahl verschiedener Arten neben- und miteinander lebt. Da die Umgebungsbedingungen im Darm zumindest bei gesunden Menschen mehr oder weniger konstant bleiben, ist dieses Ökosystem normalerweise relativ stabil. Allerdings gibt es Faktoren, die die Zusammensetzung dieser „Lebensgemeinschaft“ beeinflussen können.

Immer Probiotica zu Antibiotika
Von Bedeutung ist vor allem die Behandlung mit Antibiotika. Dabei handelt es sich um Medikamente, die Bakterien – je nach Wirkmechanismus – entweder in ihrem Wachstum hemmen oder zerstören. Bei der Bekämpfung von bakteriellen Infektionen ist die Verabreichung von Antibiotika meist erforderlich. Allerdings können diese Präparate nicht erkennen, ob ein Mikroorganismus gefährlich ist oder nicht. Gelangen Antibiotika in den Darm, bekämpfen sie somit auch manche der natürlicherweise dort vorkommenden nützlichen Bakterienarten. Studien zeigen, dass sich je nach verwendetem Antibiotikum bis zu ein Drittel der Darmbakterien im Zuge einer solchen Therapie verändern.

Aus der Balance geraten: was sind die Folgen?
Dass ein gesunder Magen-Darm-Trakt für die Gesundheit und das Wohlbefinden von großer Bedeutung ist, steht außer Frage. Leider sind Darm-Beschwerden und -Erkrankungen in den westlichen Industrienationen relativ weit verbreitet – angefangen von gelegentlichen Unpässlichkeiten wie Blähungen und Verstopfung, über das Reizdarmsyndrom bis hin zu so schwerwiegenden Leiden wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Darmkrebs. Wie molekulare Studien belegen, ist die komplexe Balance zwischen den einzelnen Bakterienarten bei Patienten mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung tatsächlich gestört. Ob dies aber Auslöser oder Folge der Erkrankung ist, lässt sich gegenwärtig nicht beantworten.

Probiotica zur Unterstützung der Darmflora
Probiotika sind Präparate mit lebenden Mikroorganismen (Laktobazillen), die nach oraler Einnahme das ökologische Gleichgewicht der Darmbakterien so positiv beeinflussen, dass daraus gesundheitsfördernde Effekte resultieren. Bereits im Jahr 1908 erkannte der Physiologe Ilja Metschnikow die Bedeutung einer intakten Darmflora für den Gesamtorganismus, wofür er auch den Nobelpreis erhielt. Die Funktion von ca. 80 % des Immunsystems bzw. etwa 75 % aller Immunzellen im Darm werden von einer gesunden Flora stimuliert bzw. gewährleistet. Diese Größenordnungen machen verständlich, dass abnorme Veränderungen der Darm-Mukosa und Störungen der Mikroökologie, die Immunität und Leistungsfähigkeit des Gesamtorganismus tiefgreifend beeinflussen können.

Ecoli bacterium

Böse für den Darm
Umwelt- und Schwermetall-belastungen, Ernährungsfehler, Strahlen- und Chemotherapie, Medikamente, Infektionen, Entzündungsstoffe und dauerhafter Stress, führen zu Dysbiosen (= langfristige Störung der Darmsymbiose), mit Störungen des ökologischen Gleichgewichtes, speziell der  milchsäurebildenden Flora.

Sind Bifido- und Lakto-Bakterien in ihrem Wachstum eingeschränkt, können sich pathogene Keime wie toxische E. Coli, Clostridien, Fäulnisbakterien, Pilze etc., leichter ansiedeln. Das Resultat chronischer Dysbiosen ist eine ernsthafte Störung des Darm-Immunsystems, die auch zu pathologischer Manifestation in anderen Organen führt.
Allergien, Autoimmunkrankheiten, Neurodermitis und Psoriasis sind häufig mit solchen Dysbiosen verbunden. Eine Ausleitung der Giftstoffe, gemeinsam mit der Zufuhr probiotischer Keime (nach Ausschluss von Nahrungsmittelunverträglichkeiten), kann die Symptomatik wesentlich verbessern.

L. acidophilus und Bifido-Bakterien können – zusammen mit hochdosiertem gepufferten Vitamin C – und einem gleichzeitig verabreichten Antacidum (= Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure), zu einer Keimeliminierung des Helicobacter pylori (siehe Foto) führen, der zu
85 % für chronisch atrophische Gastritis verantwortlich ist.

Sanfte Pflege für den zarten Darm
Abschließend noch ein Tipp: es ist unbedingt zu empfehlen, die „Mikroorganismen-Gemeinschaft“ im Darm regelmäßig zu sanieren: Dies erfolgt am besten durch die Zufuhr bestimmter Lactobazillusstämme in ihrer aktiven Form.

Im Probiotic plus forte von La Vie enthält eine Kapsel 30 mg Lactobakterien, das entspricht einer Zahl von 750 Mio Bakterien pro Kapsel:
Lactobacillus acidophilus
Bifidobacteria
Lactobacillus delbrueckii subspecies bulgaricus
Lactobacillus paracasei
Streptococcus thermophilus

Da die Effektivität der Kur abhängig davon ist, dass mehrere Bakterienstämme und Enzyme kombiniert werden, damit sich ihre Wirkung gemeinsam im Darm entfalten kann, finden sich in der Rezeptur von La Vie auch die Enzyme Bromelain und Papain. Raftilose (Oligofructose) als Inulinspender schaffen ideale Rahmenbedingungen für eine funktionsgerechte Dickdarmflora.

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